Kufsteinerland

Das Comeback des Stocknagels

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Wenn sich Smartphone-Technik mit einer nostalgischen Tradition verbindet

Im Kufsteinerland lockt in dieser Wandersaison eine fast vergessene Sammelleidenschaft in die Natur und auf die Berge.

„Moosbeerenklauber“ und Pilzesammler haben gerade Hochsaison. Eine schöne und gesunde Motivation, in die Natur zu gehen. Eine Belohnung für den Körper mit Bewegung, frischer Luft, dem kühlenden Schatten der Bäume und der beruhigenden Wirkung des Sammelns. Zudem freut sich auch der Gaumen auf die kulinarischen Mitbringsel aus dem Wald. Eine Belohnung der anderen Art ist die neue Form der Wandernadel im Kufsteinerland. Ein Stocknagel, wie man ihn von früher noch kennt. Eine Zierde für jeden Wanderstock und zugleich Auszeichnung für geleistete Berg- und Wandertouren.

Gold, Silber und Bronze

Der moderne Stocknagel wird heutzutage geklebt, denn kaum jemand hat mehr Wanderstöcke aus Holz. So werden die schmucken Sammlerstücke im Kufsteinerland auch treffender „Stockwappen“ genannt. Gemäß erbrachter Leistung gibt es diese in den Ausführungen Gold, Silber und Bronze. Für das goldene Stockwappen gilt es, ausgewählte Berggipfel der Region zu erklimmen. Mit dabei das Hintere Sonnwendjoch, das Petersköpfl oder der Scheffauer im Kaisergebirge. Die Ziele für die silberne Kategorie liegen etwas niedriger und sind vor allem bei den Genusswanderern beliebt. Dabei geht es von Alm zu Alm. Die Touren führen zur Altkaser Alm am Spitzstein in Erl, auf das Berghaus Aschenbrenner oder ins Kaisertal zum Anton-Karg-Haus (Hinterbärenbad). Beim Punktesammeln für das bronzene Stockwappen kommt der Wanderer an ganz besonderen Plätzen vorbei, an Natur- und Kraftschauplätzen Bewegt von der akti-vierenden Wirkung dieser Orte, können Ruhesuchende mehr als 20 solcher Plätze in der Region besuchen.

Wie funktioniert es

Mit dem Smartphone scheint heutzutage alles ganz einfach zu sein. Dank App-Downloadfunktion ist in-folge auch das Sammeln der Punkte für das Kufsteinerland Stockwappen kinderleicht. Die kostenlose App „SummitLynx“ fungiert dabei als digitaler Wanderpass. Zusätzlich enthält die anwenderfreundliche Software über 300.000 alpine Ziele weltweit. Am ausgewählten Ziel angekommen, registriert man sich im virtuellen Gipfelbuch und fügt ein selbstgemachtes Foto hinzu. Dies funktioniert auch ganz ohne Internetempfang. Mit jeder Registrierung werden 10 Punkte in der jeweiligen Kategorie gutgeschrieben. Werden 40 Punkte in einer Kategorie erwandert, kann das Stockwappen in allen Infobüros des Tourismusverbandes Kufsteinerland abgeholt werden. Nicht ganz ideenkonform, aber natürlich ebenso erwünscht, kann es dort auch um € 2,50 erworben werden. Immerhin sind die edlen Anbringsel schön anzusehen und peppen jeden Wanderstock gehörig auf.

Erfolgreich angenommen

Die neue Form des Wanderpasses wurde bereits vielfach ausgetestet und zum Stockwappen-Sammeln genutzt. Meist besuchtes Ziel ist die Stöfflhütte in der Kategorie Silber mit 125 Registrierungen. Sie gehört zwar genau genommen zur Region Wilder Kaiser, ist aber vom Kufsteinerland aus erreichbar. Man nehme den Kaiserlift und genießt ca. 20 Minuten lang in aller Stille die Auffahrt auf’s Brentenjoch, von wo über das Almdorf, Hocheck und dem Kraftplatz „Gratwanderung“ der Weg abwärts zur Walleralm führt, bei der sich die urige Stöfflhütte befindet. Spitzenreiter in der Kategorie Bronze ist die Marienkapelle am Steinberg (20 Checkins), welche im zuvor erwähnten Almdorf im Kaisergebirge steht. Eine wahre Kraftquelle vor der Kulisse des Zahmen Kaisers. Kein Wunder also, dass sie an erster Stelle liegt. Bei den Berggipfeltouren für das goldene Stockwappen führt der Pendling in Thiersee mit 17 Checkins die Liste der meisten Registrierungen an. Bis zum Ende der Wandersaison kann sich allerdings noch viel ändern. Jeder, der mitmacht, bewegt auch hier etwas.

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Diese Initiative wird im Rahmen eines Leader-Projektes – ein Förderprogramm der EU – unterstützt.