Kufsteinerland

Nachlese glück.tage 2018

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"Aller guten Dinge sind drei“ – Auch im dritten Anlauf verbuchten die glück.tage einen Riesen-Erfolg

Bin ich glücklich?

„Diese Frage kann Menschen sogar ins Unglück treiben!“, sagt der große deutsche Lebenskunstphilosoph Dr. Wilhelm Schmid, einer der vielen namhaften Gäste bei der bereits dritten Auflage der glück.tage im Kufsteinerland. Und er empfiehlt: „Die Dosis macht das Gift! Hochdosiert verdirbt die Suche nach dem Glück das Leben. Glückliche Zeiten gewinnen an Wert, wenn es auch unglückliche gibt!“ So sprach Schmid von verschiedenen „Glücken“ wie dem Zufalls- und dem Wohlfühlglück, aber auch von jenem Glück der Fülle unseres Lebens, die es zu begreifen gilt. Letztendlich ist Schmid zufolge aber nicht das Glücklichsein das Wichtigste, sondern vielmehr der Sinn, den wir in unserem Dasein sehen.

Es sind zum Nachdenken anregende Stimmen wie diese, die das Festival so anziehend und zugleich erfolgreich machen. Inspirierende Bestseller-Autor/inn/en wie Felix Mitterer, Nina Ruge, Georg Fraberger, Melanie Wolfers, Sebastian Viellechner und Wilhelm Schmid beleuchteten mal philosophisch, mal literarisch, mal inmitten der Natur, mal genussvoll oder ganz pragmatisch den überstrapazierten Begriff „Glück“.

Mehrere Redner schlugen in ihren Ausführungen die Brücke zur „Selbstfreundschaft“ als Kontrapunkt zur „Selbstliebe“. Wie jede Freundschaft kann auch jene zu sich selbst, mal Höhen und mal Tiefen haben. „Alles ist gut.“ Mit diesen Worten schloss die für genau ebendiese Worte bekannte ZDF-Moderatorin und Buchautorin Nina Ruge den Dialog.Abend am ersten Veranstaltungstag. Im Dialog mit der Ordensfrau Melanie Wolfers und dem Psychologen Georg Fraberger kam es zum höchst spannenden Austausch dreier komplett unterschiedlicher Charismen und ihrer Zugangsweise zu einem (von Glück) erfüllten Leben.

Ein Höhepunkt der bereits weit über die Tiroler Landesgrenzen hinaus geschätzten glück.tage war zweifelsfrei der Dialog-Abend zwischen dem großen Dramatiker, Schauspieler und Autor Felix Mitterer mit Freund und Regisseur Markus Plattner im Festspielhaus Erl. Wie so oft verlieh er auch in diesem Rahmen den Unglücklichen und sozialen Außenseitern eine Stimme und zeigte, dass man seinen Lebenslauf auch in die eigene Hand nehmen kann. Die musikalische Begleitung durch Siggi und Juliana Haider und Maria Ma bestach vor allem durch den außergewöhnlichen Instrumentalmix von Hackbrett, Saxophon und Ziehharmonika.

Dass die vielen Programmpunkte sowie Veranstaltungsorte der glück.tage außergewöhnlich gut besucht waren, freute die Gastgeber (Tourismusverband Kufsteinerland), naturgemäß sehr: „Es ist ganz zweifelsfrei gelungen, ein warmherziges Festival für Zukunfts-Optimisten und kritische Geister zu installieren, das gut in unsere Region passt und ihr zusätzliches Profil verleiht!“, sagt Kufsteins TVB-Oberhaupt Johann Mauracher. Die rund 1.600 Besucher stammten aus den unterschiedlichsten Ecken und das nicht nur örtlich gesehen. Ein weiterer Hinweis darauf, dass das Glück nun mal alle betrifft.